FDP nominiert im Wahlkreis 278 Bruchsal-Schwetzingen Hendrik Tzschaschel als Bundestagskandidat

Freie Demokraten wollen mit Europa-Freundlichkeit und Einsatz für Bildung punkten
FDP nominiert im Wahlkreis 278 Bruchsal-Schwetzingen Hendrik Tzschaschel als Bundestagskandidat

NominierungBruchsal3kDie Freien Demokraten nominierten Mitte Juli 2016 den 51-jährigen Realschulkonrektor Hendrik Tzschaschel (Mitte) aus Dossenheim einstimmig zum Bundestagskandidaten der FDP im Wahlkreis 278 Bruchsal-Schwetzingen. Mit ihm freuten sich (v.r.) Alexander Kohl (Kreisvorsitzender FDP Rhein-Neckar), Heiko Zahn (Kreisvorsitzender FDP Karlsruhe-Land), Bruchsals FDP-Vorsitzender Prof. Dr. Jürgen Wacker, Dr. Birgit Reinemund (Bezirksvorsitzende FDP Kurpfalz und Mannheimer FDP-Bundestagskandidatin) und Dr. Christian Jung (FDP-Bundestagskandidat im Wahlkreis 272 Karlsruhe-Land). (Foto: MS)

Bruchsal. Bei einer Mitgliederversammlung der Freien Demokraten für den Wahlkreis 278 (Bruchsal-Schwetzingen) wurde der 51-jährige Realschulkonrektor Hendrik Tzschaschel aus Dossenheim einstimmig zum Bundestagskandidaten der Freien Demokratischen Partei gewählt. „Ich bedanke mich sehr für dieses Vertrauen und werde mein Bestes geben, damit die FDP vor Ort wieder gestärkt aus der Wahl hervor geht. Wir werden mit einem klaren Kurs in den Wahlkampf gehen, um die Menschen von unseren Inhalten zu überzeugen“, sagte der fünffache Familienvater.

Kreisrat Prof. Dr. Jürgen Wacker, Ortsvorsitzender der FDP in Bruchsal, zeigte sich bei der Begrüßung zuversichtlich, dass die Freien Demokraten 2017 wieder in den Bundestag einziehen würden. In seiner anschließend sachlich vorgetragenen Rede begeisterte Tzschaschel die anwesenden FDP-Mitglieder. „Wir brauchen eine Partei, die sich für die Eigenverantwortung einsetzt, die die Bürgerrechte stärkt, die auf Konsolidierung der Haushalte achtet und keine weiteren Schulden macht, die für mehr Wettbewerb steht.“ Er sprach sich deutlich für die Fortentwicklung der Europäischen Union und den Euro aus. Man dürfe die europäische Idee nicht den Populisten überlassen.

„Wir müssen in Europa eine gemeinsame Außen- und Sicherheitspolitik umsetzen, uns vor Terrorismus schützen,  Arbeitsplätze schaffen, neue Märkte durch Freihandelsabkommen erschließen, marktwirtschaftlich handeln sowie die komplizierten EU-Strukturen vereinfachen“, plädierte Tzschaschel. Die EU sei kein Selbstzweck, aber auch kein reines Zweckbündnis. Sie sei ein „Friedensprojekt, eine Wertegemeinschaft, die dem Frieden, dem Recht und der Freiheit verpflichtet“ sei.

Neben der Bildungspolitik  streifte der FDP-Bundestagskandidat noch zwei Themenfelder: die Energiegewinnung und die Verkehrsinfrastruktur. Herausfordernd sei die Sicherung der Energieversorgung, da Pläne der Bundesregierung in der Schublade liegen, die einen Umbau des Industriestandorts Deutschland befürchten ließen. Eine der Aufgaben werde es sein, Mobilität neu zu denken und entsprechende Maßnahmen frühzeitig anzupacken. Die beiden anwesenden FDP-Bundestagskandidaten Dr. Birgit Reinemund (Mannheim) und Dr. Christian Jung (Karlsruhe-Land) betonten mit verschiedenen Beispielen, dass die FDP mit ihrer inhaltlichen Arbeit wieder positiv wahrgenommen werde. Besonders in der Region Karlsruhe seien die Themen Verkehrs-Infrastruktur, Digitalisierung und die Zukunftssicherung der Arbeitsplätze von zentraler Bedeutung für die FDP. Die Freien Demokraten, so Christian Jung weiter, erwarteten nach den jüngsten Vorfällen in und rund um den Bruchsaler Bahnhof ein mit allen Ebenen abgestimmtes neues Sicherheitskonzept des baden-württembergischen Innenministeriums.