Freie Demokraten sind entsetzt über brutalen Vorfall im Bruchsaler Bahnhof

FDP setzt sich schon seit Monaten für Sicherheitskonzept in und rund um das Bahnhofsareal ein / Ehemaliger Justizminister und innenpolitischer FDP-Sprecher Prof. Dr. Ulrich Goll wird nun eingeschaltet

BahnhofBruchsalSicherheit1Schon im Januar 2016 hatten Stadt- und Kreisrat Prof. Dr. Jürgen Wacker (r.) und FDP-Regionalversammlungsmitglied Dr. Christian Jung (Mitte) auf die Sicherheitsprobleme im Bruchsaler Bahnhof aufmerksam gemacht und in den Nachtstunden wartende Frauen befragt. (Foto: HZ)

Bruchsal. Nach dem brutalen Angriff auf einen 31-Jährigen in der Nacht zum 9. Juli 2016 mit der Folge von massiven Wirbelsäulen- und Kopfverletzungen sowie Nervenschädigungen sind die Freien Demokraten in Bruchsal mehr als entsetzt. „Wir fragen uns, was nach diesem schrecklichen Vorfall noch passieren muss, bis es ein neues und abgestimmtes Sicherheitskonzept für den Bahnhof gibt“, sagte FDP-Ortsvorsitzender und Stadtrat Prof. Dr. Jürgen Wacker. „Unsere Gedanken sind bei dem Opfer der Tat. Wir hoffen, dass der junge Mann wieder vollständig gesundet und es keine bleibenden Schäden gibt“, stellte Wacker heraus und sagte weiter: „Auf verschiedenen Ebenen haben wir unsere Forderung nach einem solchen Konzept mit mehr Präsenz von Landes- und Bundespolizei und mehr präventiven Maßnahmen wie hellerem Licht im Bahnhofsareal nicht nur in der Presse, sondern ebenso in vielen persönlichen Gesprächen auch mit Abgeordneten und Mandatsträgern anderer Parteien thematisiert. Geschehen ist bislang nichts.“

Zusammen mit FDP-Regionalversammlungsmitglied Dr. Christian Jung hatte Wacker bereits im Januar 2016 eine nächtliche Begehung des Bahnhofs durchgeführt und gezielt das Gespräch mit auf die letzten S-Bahnen wartenden Frauen gesucht. Das Ergebnis war ernüchternd: „Wir fühlen uns hier nicht sicher“, war das Feedback von sehr vielen Frauen, die auch in der S-Bahn zwischen Karlsruhe und Bruchsal schon belästigt wurden. „So wie bisher kann es nicht weitergehen. Nach den Vorfällen in Köln zu Beginn des Jahres hatte der damalige SPD-Innenminister Reinhold Gall ein neues Sicherheitskonzept für die Bahnhöfe in Baden-Württemberg angekündigt. Wir sind nach allem was wir wissen unsicher, ob dieses jemals umgesetzt wurde“, sagte Christian Jung. Die Freien Demokraten würden deshalb nun den ehemaligen Justizminister und heutigen innenpolitischer FDP-Sprecher Prof. Dr. Ulrich Goll und die FDP/DVP-Landtagsfraktion einschalten, um das geforderte Sicherheitskonzept für Bruchsal auch in den Landtag einzubringen beziehungsweise einen Antrag an das Innenministerium zu stellen. Viele Menschen aus Bruchsal und Umgebung mieden den Bahnhof bewusst vor allem in den Nachtstunden. „Wenn Eltern ihre volljährigen Töchter schon deutlich vor 22.00 Uhr direkt am Gleis abholen, ist etwas faul“, betonte Jung.

Freie Demokraten FDP
Ortsverband Bruchsal
Pressemitteilung vom 9. Juli 2016